• Ruhrseele

Nachhaltiges Fotografieren?!


Alle Bilder dieses Beitrages entstanden auf dem Gelände der Zeche und Kokerei Zollverein mit der Olympus OM-D E-M10 und dem 14-42mm Kitobjektiv.

Der Begriff der Nachhaltigkeit ist zur Zeit ja in aller Munde. Das Bewusstsein für die Endlichkeit von Ressourcen war wohl noch nie so groß wie in unserer Zeit. Klimawandel, das Ende der nicht-regenerativen Energien; alles Themen, denen man heute kaum noch entgehen kann. Sollte man ja auch gar nicht. Gerade hier im Ruhrgebiet ist das Ganze durch das nahende Ende des Steinkohle-Bergbaus und somit das kommende Ende einer Ära ganz besonders nah an den Menschen dran.



Auch unser Schrebergarten (siehe die entsprechenden Blog-Einträge) ist irgendwo ein Schritt in diese Richtung. Denn die selbst angebaute Möhre, die man in der mitgebrachten Tasche nachhause transportiert, hinterlässt nun wirklich so gut wie keinen negativen Fußabdruck auf unserer Klimabilanz. Aber darum soll es in diesem Beitrag gar nicht gehen.



Nachhaltiges Fotografieren - was soll das denn bitte sein? Ob der Begriff nun so recht passend ist, das sei mal dahingestellt. Ich habe mir dieses Schlagwort ausgedacht und finde es ganz gelungen. Kurz gesagt beschreibt es die Tatsache, dass ich nur noch (bis auf das Handy) mit gebrauchten Kameras arbeite. Seien es nun analoge, für die ich eine besondere Leidenschaft habe, oder auch digitale.

Vor wenigen Jahren war der Gebrauchtkauf einer Digitalkamera kaum denkbar. Die Technik entwickelte sich derart rasant, dass es einfach keinen Sinn machte, sich eine drei oder vier Jahre alte Kamera zu kaufen. Der Fortschritt war in dieser Zeit so weit vorausgeeilt, dass es außer Enttäuschung nicht viel gegeben hätte. Heute ist das in meinen Augen nicht mehr so. Meine Hauptkameras im digitalen Bereich sind die Canon EOS 5D Mark II und die Olympus OM-D E-M10. Beide Kameras sind nicht mehr die jüngsten und haben inzwischen mehrere Nachfolger erhalten. Beide machen aber meiner Meinung nach heute noch solch gute Bilder, dass ich in der nächsten Zeit nicht über einen Tausch der Systeme nachdenke.



Die Auflösungen, die ich mit den Kameras erreiche, sind für meine Anwendungen mehr als ausreichend. Hauptsächlich zeige ich meine Bilder online oder erstelle Kalender bis etwa DIN A3. Dafür genügen beide vollauf und bieten immer noch Reserven. Genauso sieht es für mich auch in Sachen Rauschverhalten aus. Meine Art der Fotografie ist hauptsächlich die Architektur- und Industriefotografie sowie Landschaften. All das geht hervorragend vom Stativ aus und benötigt keine ISO Werte von 16.000 oder mehr. Also auch hier kein Grund für mich zum Umstieg.(Sollte es doch einmal zu sehr rauschen, bietet Lightroom da hervorragende Möglichkeiten.) 

Als nachhaltig betrachte ich das Ganze also, weil gebrauchte Kameras für mich keinesfalls nur ein Kompromiss sind. Sie sind voll und ganz ausreichend für meine Bedürfnisse und noch lange nicht ausgereizt von ihrem Funktionsumfang her. Ich verwende sie also nicht ausschließlich, um Geld zu sparen, sondern weil ich gerne mit ihnen arbeite. Das, verbunden mit der Tatsache, dass gerade Sensoren und Akkus einen großen Bedarf an Ressourcen haben, ist für mich nachhaltige Fotografie.



Auf die analoge Fotografie bin ich an dieser Stelle bewusst nicht eingegangen. Das ist ein komplett anderes Arbeiten und wird zu einem anderen Zeitpunkt auf diesem Blog Thema werden.


Betonen möchte ich, dass all das wirklich ausschließlich für mich gilt. Mir ist vollkommen klar, dass andere Einsatzzwecke andere Anforderungen stellen und andere Fotografen auch andere Ansprüche haben. Das ist für mich genauso okay. Mit diesem Text möchte ich einfach nur meine Sicht auf die Dinge vorstellen und bin gespannt, ob Ihr das ähnlich, oder vielleicht ganz anders seht. Lasst es mich gern wissen.


In diesem Sinne: Glück auf!

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